Vorhabensbeschreibung

 

1. Ziel

 

ANTI-Resist wird am Beispiel der Stadt Dresden die Einträge von Antibiotika und die Bildung von Antibiotikaresistenzen im urbanen Abwasser untersuchen.

Das Ziel ist es geeignete Strategien zur Minderung des Eintrags und der möglichen Resistenzbildungen zu konzipieren und Monitoring- und Frühwarnsysteme zu entwickeln.

Die Projektergebnisse werden an Fachleute und Entscheidungsträger kommuniziert sowie in künftige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen integriert.

 

 

2. Arbeitsplanung

 

ANTI-Resist soll für das Stadtgebiet Dresden als Beispiel eines urbanen Gebiets das Auftreten der Antibiotika im Abwasser räumlich und zeitlich gut aufgelöst bestimmen.

Hierzu werden die Antibiotika Verordnungsdaten der AOK Sachsen analysiert und unter Einsatz von Geoinformationssystemen regionalisiert (AP 2).

Parallel dazu werden Proben aus der Kanalisation daraufhin untersucht, wie sich die Stoffe im Abfluss und im Sediment verteilen, welcher Anteil in der Kläranlage ankommt und wie relevant sich die bei Mischwasserentlastungen direkt ins Gewässer eingeleitete Fracht darstellt (AP 3).

Unter Integration der Analyse der Verschreibungsdaten und der Analyse der Probennahmen werden Stoffflussmodelle entwickelt, um den Antibiotikaeintrag und den Transport im Kanalnetz bis zur Kranlage modellhaft beschreiben und parametrisieren zu können (AP 4).

AP 5 fokussiert auf den Aufbau entsprechender Informations- und Frühwarnsysteme.

AP 6 dient der Kommunikation der Projektergebnisse an Praktiker und Entscheidungsträger.

 

 

3. Geplante Ergebnisverwertung

 

ANTI-Resist wird die Leitsubstanzen identifizieren und Antibiotika bzgl. des Verhaltens in den Wassersystemen kategorisieren.

Ein Frühwarnsystem r kritische Zustände bzgl. der Bildung und Übertragung von Antibiotikaresistenz aufgrund der Informationen aus dem Abwassersystem im Biofilm der Kanalisation und im belebten Schlamm der Kranlage wird entwickelt. Das Frühwarnsystem wird eine Kombination aus Messnetz und Modell sein. ANTI-Resist wird so die Abschätzung des Eintrages von Antibiotika in die natürlichen Wassersysteme und deren Ausbreitungsmechanismen für die zugehörigen Antibiotikaresistenzen ermöglichen.

Das Projekt wird ein Stoffflussmodell für Antibiotika von der Quelle bis zur Abgabe in die natürlichen Gewässer und die Schlammverwendung in der Landwirtschaft auf der Basis eines Informationssystems entwickeln. So können parallel fortschreitende Antibiotikaresistenzströme qualifiziert und Vorschläge für ein Risikomanagement erarbeitet werden.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung unter +49 351 458 3457 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.