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Am 22. Januar 2013 referierten Dipl.-Ing. Thomas Käseberg und Dipl.-Geogr. Luise Hutka bei der Tagung „GIS und GDI in der Wasserwirtschaft“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. zum Thema „Antibiotika-Monitoring im Abwasser zur Verifizierung eines Eintrags- und Transportmodells am Beispiel der Stadt Dresden“. Präsentiert wurden erste Ansätze des geostatistischen Modells zu Antibiotikaeinträgen, die in Zusammenhang mit anderen Parametern wie demografischen, sozialen oder meteorologischen Einflussfaktoren gebracht werden. Des Weiteren wurde im Tagungsbeitrag der Aufbau eines Transportmodells für das Kanalnetz vorgestellt, welches mithilfe eines kontinuierlichen Online-Monitoring kalibriert wird. Anhand bisher vorliegender Messungen zur Abwasserbeschaffenheit wurden typische Tagesgänge für ausgewählte Antibiotika und die Korrelation zu konventionellen Abwasserparametern diskutiert.

 

http://de.dwa.de/gis-tagung.html

 

 

Kurzbericht zum zweiten Projektmeeting am 15.Oktober 2012

 

Im Rahmen des zweiten Projektmeetings am 15. Oktober 2012 stellten die Mitglieder des ANTI-Resist-Konsortiums den Förderern (vertreten durch Dr. Thomas Deppe, Karlsruher Institut für Technologie) den aktuellen Projektstand vor. Seitens des externen Expertengremiums, das ANTI-Resist beratend begleitet, nahm Dr. Wolfgang Eichler vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen am Meeting teil. Dr. Eichler referierte über die Rolle von Kläranlagen als Hot-spots des Resistenzgenaustauschs zwischen Bakterien und stellte dabei exemplarisch verschiedene in Nordrhein-Westfalen durchgeführte Forschungsprojekte vor. Die Forschung zu Resistenzgenen im Belebtschlamm bildet in Deutschland bislang ein Desiderat, weshalb nur wenige vergleichbare Daten aus anderen Regionen vorliegen. Anschließend wurden die Projektfortschritte der einzelnen ANTI-Resist-Arbeitspakete sowie erste Ergebnisse zu Antibiotikaeinträgen bzw. -rückständen im Zufluss, Schlamm und Abfluss der Kläranlage Dresden-Kaditz präsentiert. Ergänzt wurden diese Messergebnisse durch eine Übersicht zu den am häufigsten verordneten Antibiotika im ambulanten sowie stationären Bereich, zu deren Verabreichungsmengen und Metabolisierung. Im Oktober 2012 wurde mit dem sich über zwölf Monate erstreckenden Probenahmeprogramm in den Dresdner Abwasseranlagen begonnen. In Kürze werden zudem zwei Online-Monitoringstationen im Dresdner Kanalnetz installiert. Gleichzeitig wurden die geostatistischen Pattern- und Clusteranalysen begonnen, mit deren Hilfe raumzeitliche Muster identifiziert und einfache Regeln als Ausgangspunkte für das datengetriebene Antibiotikaeintragsmodell abgeleitet werden. Anhand der verfügbaren sozioökonomischen, Gesundheits- und Umweltdaten werden geoinformationssystembasierte Analysewerkzeuge entwickelt, die als Grundlage für das ANTI-Resist-Geoportal dienen. Ein erster Prototyp dieses Informationssystems, das für Wissenschaftler, Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit verfügbar sein wird, wurde während des Meetings vorgestellt.

Neben den aktuellen Projektfortschritten wurden auch Anknüpfungspunkte mit den weiteren RiSKWa-Verbundprojekten diskutiert. Insbesondere mit den Projekten SchussenAktivplus, Sichere Ruhr und RiskAGuA soll ein Austausch initiiert werden.

 

 

Kurzbeschreibung Treffen Sächs. Landesamt und ANTI-Resist Konsortium am 29.06.2012

 

Am 29. Juni 2012 fand ein Austausch zwischen Vertretern des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und den Mitgliedern des ANTI-Resist Konsortiums statt. Beide Akteure haben ein wissenschaftliches Interesse am Arzneimittelmonitoring und zielen auf die Reduzierung von Antibiotikarückständen und Antibiotikaresistenzen in der Umwelt. Vertreter des Landesamtes stellten die Aktivitäten im Bereich Antibiotikarückstände aus der Nutztierhaltung in der Umwelt vor. Durch das landesweite Umweltmessnetz und technisch hochversierte Analyseverfahren der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft verfügt das Landesamt über eine hochwertige Datenbasis zu Arzneimittelrückständen in sächsischen Gewässern und Böden. Methodische Herausforderungen sind in diesem Zusammenhang die Verfolgung der Wasserpfade und die ursächliche Zuordnung gemessener Konzentrationen. Ähnliche Herausforderungen stellen sich auch im Projekt ANTI-Resist, welches jedoch den Fokus auf den Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin legt.

In den Gesprächen zeigten sich vielfältige Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch, beispielsweise hinsichtlich der Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Boden und eines möglichen Wassereintrages. Die Teilnehmer einigten sich darauf den gegenseitigen Austausch in weiteren Treffen zu vertiefen.