Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten.

 

Antibiotika und Antibiotikaresistenzen im urbanen Abwasser

 

– Aufbereitung des Themas in der Zeitschrift „Prävention und Gesundheitsförderung“ –

 

Im Rahmen der Zeitschrift Prävention & Gesundheitsförderung (vier Auflagen pro Jahr) ist im August 2014 ein Schwerpunktheft zu dem Thema „Antibiotika und Antibiotikaresistenzen im urbanen Abwasser“ erschienen. Im Fokus stehen die ersten Ergebnisse des Verbundprojektes ANTI-Resist, wohlgleich auch Experten aus anderen RiSKWa-Verbünden und externe Fachleute Beiträge erstellt haben.

Das Schwerpunktheft verbindet die Perspektiven der Medizin und Pharmakologie mit Analysen der Siedlungswasserwirtschaft und Mikrobiologie. Es werden ebenso geoinformationstechnische Fragestellungen wie auch kommunikations- und sozialwissenschaftliche Herausforderungen der Krisen- und Risikokommunikation erörtert. Dabei wird der Spagat zwischen Kläranlagenpraxis, Siedlungswasserwirtschaft und dem medizinisch verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika im ambulanten wie stationären Gesundheitssektor gewagt.

In der Gesamtschau gibt das vorliegende Schwerpunktheft Antibiotika und Antibiotikareistenzen im urbanen Abwasser einen Einblick in die Folgen des großzügigen und unkritischen Einsatzes von Antibiotika. Es dient der  Wissensvermittlung und Sensibilisierung für die Zusammenhänge von Antibiotikaverschreibung, Resistenz-entwicklung und Umweltrisiko. Dabei bietet es einen Einblick in den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Entwicklung eines Risikomanagements für den vorsorgenden Gesundheits- und Umweltschutz.

 

Prävention und Gesundheitsförderung

Volume 9, Issue 3, August 2014

 

Link

 

http://www.springermedizin.de/praevention-und-gesundheitsfoerderung-2014-03/5243542.html#tab_index

 

http://link.springer.com/journal/11553/9/3/page/1

 

 

Indirekte Produktionswege für Resistenzentwicklungen

 

Mit dem Ziel aktuelle Ergebnisse aus der Projektarbeit zu präsentieren und mit verschiedenen Experten zu diskutieren fand am 3.07.2014 der Workshop „Antibiotikaresistenzen und Risikokommunikation“ auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden statt.

Augenmerk der Veranstaltung lag einerseits auf der Diskussion von Projektergebnissen in den Bereichen Saisonalität und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen im Abwasser. Andererseits konnten externe Experten aus den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Veterinärmedizin und Klinische Infektiologie gewonnen werden. Dieser themenbezogene Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Fachleuten trug dazu bei, neue Perspektiven zum Nachweis und der Bewertung von Resistenzbildungen zu eröffnen. Neben der Bilanzierung von Antibiotika und –resistenzen im Verlauf der Abwasserreinigung wurde der Fokus auf indirekte Produktionswege für Resistenzentwicklungen gelegt.

Dieser Austausch wird in der verbleibenden Projektlaufzeit fortgeführt.

Unter Downloads finden Sie eine Auswahl an Präsentationen des Workshops.

Workshop 03.Juli 2014.pdf
PDF-Dokument [537.7 KB]

 

Abschlusstagung nach 3-jähriger Projektlaufzeit

 

Im Januar 2015 wird die Abschlusstagung von ANTI-Resist auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden stattfinden. Nach Ablauf der 3-jährigen Projektlaufzeit sollen die Ergebnisse zusammengefasst und durch Beiträge nationaler und internationaler Referenten bereichert werden.

Bereits zur Fachtagung im Oktober 2013 konnten die 80 Teilnehmer einen Einblick in die ersten Projektergebnisse aus den Bereichen Hydrowissenschaft, Analytik, Pharmakologie, Datenmanagement und Public Health bekommen. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung von ANTI-Resist werden die Arbeitspakete erneut gebündelt, um die Schlussfolgerungen für Wissenschaft und Praxis zusammenzuführen. Fachleute, Entscheidungsträger und Studierende aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Medizin, Pharmazie und verwandten Fachgebieten können erneut auf interessante Vorträge und kontroverse Diskussionen hoffen.

Nähere Informationen zum Veranstaltungsprogramm und zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf dieser Homepage.

 

 

Workshop „Antibiotikaresistenzen und Risikokommunikation“

 

 

Am 3.07.2014 findet auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden ein nächster Workshop zum Thema „Antibiotikaresistenzen und Risikokommunikation“ statt. Augenmerk der Veranstaltung liegt einerseits auf der Diskussion von Projektergebnissen in den Bereichen Saisonalität und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen im Abwasser. Andererseits konnten externe Experten aus den Bereichen Mikrobiologie, Siedlungswasserwirtschaft, Krankenhaushygiene und Klinische Infektiologie gewonnen werden. Dieser themenbezogene Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Fachleuten soll dazu beitragen, neue Perspektiven in der Risikokommunikation zu eröffnen und gemeinsame Strategien zum Risikomanagement von Antibiotika und Antibiotikaresistenzen im Abwasser zu entwickeln.

 

 



Weitere Ergebnisse aus dem Arbeitspaket Analytik

Seit 9. Dezember steht unter folgendem Link

http://link.springer.com/article/10.1007/s11356-013-2333-2

eine Publikation in dem Journal „Environmental Science and Pollution Research“ mit dem Titel „Determinantion of clindamycin and its matabolite clindamycin sulfoxide in diverse sewage samples“ zum Download bereit.

Hierbei untersuchten Wissenschaftler des ANTI-Resist Partnerkonsortiums die Zunahme der Clindamycinkonzentration im Kläranlagenablauf im Vergleich zum Zulauf. Aufgrund einer vermutete Rücktransformation aus dem Hauptmetaboliten Clindamycin Sulfoxid wurde dieser zusätzlich in die Analytikmethode integriert, zeigte aber stabile Werte im Zu- und Ablauf der Kläranlage. Beim Vergleich des Verhältnisses von Clindamycin Sulfoxid und Clindamycin innerhalb der Kläranlage zeigte sich, dass das Verhältnis bei Trockenperioden und längerer Verweildauer im Abwassersystem anstieg. Ein geringeres Verhältnis war dagegen bei kurzer hydraulischer Retention im Abwassersystem und bei verdünntem Abwasser während Perioden extremen Regenfalls bestimmt worden. Diese Beobachtungen könnten durch eine starke Adsorption an eine Abwasser-Komponente während einer langen Verweildauer im Abwasser und in der Kläranlage erklärt werden.

Clindamycin und Clindamycin Sulfoxid sollten bei Untersuchungen von Zu- und Ablauf in einem KA Monitoring mit eingebunden werden.

 

 

 

Früh übt sich…

Auf dem Gelände der Kläranlage in Dresden-Kaditz wurde am Mittwoch, den 15.1.2014, das neue Schülerlabor Aquamundi eröffnet. In diesem internationalen Projekt können Dresdner Schülerinnen und Schüler mit Ihren Altersgenossen aus dem tschechischen Liberec und Teplice experimentieren. In Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum Dresden werden abwechslungsreiche Projekttage geplant.

Bereits seit 2006 werden im Rahmen der Initiative AktivUm – „Aktiv für die Umwelt“, Projekte von Schulklassen gefördert.

 

 

Öffentliches Statusseminar der BMBF-Fördermaßnahme RiSKWa                                 am 24.-25. September 2013 im ZKM-Karlsruhe

Am 24.-25. September 2013 stellten die zwölf Verbundprojekte zur Halbzeit der Fördermaßnahme ihre bisherigen Ergebnisse zu neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf auf dem zweiten RiSKWa- Statusseminar vor. Erarbeitete Strategien aus den Querschnittsthemen Indikatoren, Mikrobiologie, Probennahme und Risikokommunikation komplettierten das Programm. Die zweitägige Veranstaltung im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe bestach durch den regen Austausch zwischen den Verbundprojekten und die Diskussion aktueller Themen des Wassermanagements.

Die im Partnerkonsortium von ANTI-Resist erarbeitete Präsentation wurde von Prof. Dr. Peter Krebs (Institut für Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft) vorgestellt. In den zahlreichen Diskussionen wurde ein breites Interesse an den Ergebnissen von ANTI-Resist, insbesondere an den Themen Resistenzbildung und –übertragung, saisonale Abhängigkeit von Antibiotikafrachten und der Entwicklung von Monitoring- und Frühwarnsystemen, bekundet. Für die Postersession wurden vier fachspezifische Beiträge erarbeitet. Diese dienten als Grundlage für den gezielten Austausch mit dem Projektträger und anderen Verbundprojekten.

 

Zur effizienten Nutzung und Verwertung der bisher in ANTI-Resist erarbeiteten Resultate und Strategien, gilt es das Synergiepotenzial mit anderen laufenden und abgeschlossenen Vorhaben in der verbleibenden Projektlaufzeit noch stärker zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird die ANTI-Resist Fachtagung am 21.10.2013 mit den anschließenden Workshops Analytik und Datenmanagement am 22.10. den direkten Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis suchen. Hierzu wurden unter anderem Vertreter der Verbundprojekte ASKURIS und SAUBER+ für Beiträge zur Fachtagung gewonnen. Nähere Informationen zur Fachtagung und den zwei Workshops erhalten Siehier:

 

International PHARMAS conference “Pharmaceutical Products in the Environment:

Is there a problem?”

Sara Schubert (Institut für Klinische Pharmakologie an der TU Dresden) nahm an der International PHARMAS conference “Pharmaceutical Products in the Environment: Is there a problem?” am 4.–5. Juni 2013 in Nîmes, Frankreich teil. Dabei wurden Daten über das Risiko von Krankenhausabwasser als Punktbelastung für das städtische Abwassersystem präsentiert. Der Fokus lag auf häufig ambulant verschriebenen Antibiotika als auch auf Antibiotika, die nur im Krankenhausbereich eingesetzt werden.

Der Titel des Beitrages lautete: „The hospital as point source for pharmaceuticals – Use of most widely prescribed antibiotics and their determination in hospital waste water to assess the real risk for the urban waste water system“ und entstand aus einer Kooperation mit dem Institut für Klinische Pharmakologie der TU Dresden (Sara Schubert, Viktoria Mühlbauer, Reinhard Oertel und Wilhelm Kirch) und der Klinikapotheke des Uniklinikums „Carl Gustav Carus“ Dresden (Holger Knoth). Die Untersuchung wird in Chemosphere (Special Issue) eingereicht.

 

Bericht zum Projektmeeting am 26.03.2013

Am 26. März 2013 fand das dritte Projektmeeting von ANTI-Resist statt.

Neben den Projektförderern (vertreten durch Dr. Thomas Deppe, Projektträgerschaft Ressourcen und Nachhaltigkeit, Projektträger Karlsruhe) nahm Prof. Max Maurer als Mitglied des externen Beratergremiums teil.

Prof. Dr. Max Maurer ist Leiter der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft bei der Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs in Dübendorf/Schweiz.

Zugleich ist er Professor für Systeme in der Siedlungswasserwirtschaft an der ETH Zürich. In seinem Vortrag zum Thema „Umgang mit Mikroverunreinigungen im Abwasser – Die Strategie der Schweiz“ stellte er in der Schweiz ergriffene technische, gesetzliche und organisatorische Maßnahmen zur Reduktion von Mikroschadstoffen in Wassersystemen vor. In diesem Zusammenhang thematisierte Prof. Dr. Max Maurer die während der Forschungsprojekte „EcoImpact“, „DIMES“ (Diffuse Mikroverunreinigungs-Emissionen aus Siedlungen) und „Strategie Mircopoll“ entwickelten technischen Maßnahmen. Hinsichtlich gesetzlicher Maßnahmen ging er in seinen Ausführungen insbesondere auf die geplante Änderung der Gewässerschutzverordnung in der Schweiz ein, die voraussichtlich 2014 umgesetzt werden soll. Im Rahmen dieser Gesetzesinitiative wurde bereits 2010 eine Volksabstimmung durchgeführt, bei der sich 80% für einen zielorientierten Ausbau von Abwasserreinigungsanlagen aussprachen. Ein Beispiel für organisatorische Maßnahmen stellt die Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ des Verbandes Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute dar, welches Wissen von Praktikern bündeln und einen Wissenstransfer ermöglichen soll.

Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierten die Projektpartner von ANTI-Resist den gegenwärtigen Stand ihrer Forschungsarbeiten und zeigten die weiteren Arbeitsschritte auf.

Vorgestellt wurden unter anderem aktuelle Auswertungen der AOK-Verordnungsdaten hinsichtlich der Antibiotikaverschreibungscharakteristik. Darüber hinaus werden die Antibiotikaverordnungen mit ausgewählten meteorologischen Parametern des Dresdner Stadtgebiets korreliert. Des Weiteren wurden aktuelle Messungen von Antibiotikakonzentrationen und Wiederfindungsraten präsentiert. Während des Meetings wurden ferner erste Ergebnisse der phänotypischen Analyse von 300 Escherichia coli-Isolaten der Einzugsgebiete Dresden-Altstadt und Dresden-Neustadt sowie des Kläranlagenablaufs diskutiert. ANTI-Resist zielt zudem auf die semiquantitative Bestimmung der vorhandenen Resistenzen im Abwasser bzw. im Biofilm, was mittels Sauerstoffzehrungsmessung und Microtitre plates untersucht wird.

Die seit dem letzten Projekttreffen am 15. Oktober 2012 neu in das ANTI-Resist-Geoportal integrierten Layer wurden den Meetingteilnehmern vorgestellt. Nun sind im Geoportal auch Statistiken und Zeitreihen für Antibiotika abrufbar.

 

9. – 13. Juni 2013, 12. Symposium on Bacterial Genetics and Ecology (BAGECO), Ljubljana/Slowenien

 Die ANTI-Resist-Projektpartner Serena Caucci und Damiano Cacace (Institut für Hydrobiologie, Technische Universität Dresden) werden am 12. Symposium on Bacterial Genetics and Ecology (BAGECO) teilnehmen. Am 13. Juni präsentieren sie im Rahmen dieses Symposiums ihre aktuellen Forschungsergebnisse zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt, wobei das Bakterium Escherichia coli als Modellorganismus betrachtet wird. Das Thema des Vortrages lautet “Escherichia coli: a model for monitoring antibiotic resistance spread into the environment and quantification of resistance genes in wastewater treatment plant“.

http://www.bageco2013.org/programme/thursday-13-june-2013/

 

Tagung "GIS und GDI in der Wasserwirtschaft" 

Am 22. Januar 2013 referierten Dipl.-Ing. Thomas Käseberg und Dipl.-Geogr. Luise Hutka bei der Tagung „GIS und GDI in der Wasserwirtschaft“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. zum Thema „Antibiotika-Monitoring im Abwasser zur Verifizierung eines Eintrags- und Transportmodells am Beispiel der Stadt Dresden“. Präsentiert wurden erste Ansätze des geostatistischen Modells zu Antibiotikaeinträgen, die in Zusammenhang mit anderen Parametern wie demografischen, sozialen oder meteorologischen Einflussfaktoren gebracht werden. Des Weiteren wurde im Tagungsbeitrag der Aufbau eines Transportmodells für das Kanalnetz vorgestellt, welches mithilfe eines kontinuierlichen Online-Monitoring kalibriert wird. Anhand bisher vorliegender Messungen zur Abwasserbeschaffenheit wurden typische Tagesgänge für ausgewählte Antibiotika und die Korrelation zu konventionellen Abwasserparametern diskutiert.

http://de.dwa.de/gis-tagung.html

 

Kurzbericht zum zweiten Projektmeeting am 15.Oktober 2012

Im Rahmen des zweiten Projektmeetings am 15. Oktober 2012 stellten die Mitglieder des ANTI-Resist-Konsortiums den Förderern (vertreten durch Dr. Thomas Deppe, Projektträgerschaft Ressourcen und Nachhaltigkeit, Projektträger Karlsruhe) den aktuellen Projektstand vor. Seitens des externen Expertengremiums, das ANTI-Resist beratend begleitet, nahm Dr. Wolfgang Eichler vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen am Meeting teil. Dr. Eichler referierte über die Rolle von Kläranlagen als Hot-spots des Resistenzgenaustauschs zwischen Bakterien und stellte dabei exemplarisch verschiedene in Nordrhein-Westfalen durchgeführte Forschungsprojekte vor. Die Forschung zu Resistenzgenen im Belebtschlamm bildet in Deutschland bislang ein Desiderat, weshalb nur wenige vergleichbare Daten aus anderen Regionen vorliegen. Anschließend wurden die Projektfortschritte der einzelnen ANTI-Resist-Arbeitspakete sowie erste Ergebnisse zu Antibiotikaeinträgen bzw. -rückständen im Zufluss, Schlamm und Abfluss der Kläranlage Dresden-Kaditz präsentiert. Ergänzt wurden diese Messergebnisse durch eine Übersicht zu den am häufigsten verordneten Antibiotika im ambulanten sowie stationären Bereich, zu deren Verabreichungsmengen und Metabolisierung. Im Oktober 2012 wurde mit dem sich über zwölf Monate erstreckenden Probenahmeprogramm in den Dresdner Abwasseranlagen begonnen. In Kürze werden zudem zwei Online-Monitoringstationen im Dresdner Kanalnetz installiert. Gleichzeitig wurden die geostatistischen Pattern- und Clusteranalysen begonnen, mit deren Hilfe raumzeitliche Muster identifiziert und einfache Regeln als Ausgangspunkte für das datengetriebene Antibiotikaeintragsmodell abgeleitet werden. Anhand der verfügbaren sozioökonomischen, Gesundheits- und Umweltdaten werden geoinformationssystembasierte Analysewerkzeuge entwickelt, die als Grundlage für das ANTI-Resist-Geoportal dienen. Ein erster Prototyp dieses Informationssystems, das für Wissenschaftler, Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit verfügbar sein wird, wurde während des Meetings vorgestellt.

Neben den aktuellen Projektfortschritten wurden auch Anknüpfungspunkte mit den weiteren RiSKWa-Verbundprojekten diskutiert. Insbesondere mit den Projekten SchussenAktivplus, Sichere Ruhr und RiskAGuA soll ein Austausch initiiert werden.

 

Kurzbeschreibung Treffen Sächs. Landesamt und ANTI-Resist Konsortium am 29.06.2012

Am 29. Juni 2012 fand ein Austausch zwischen Vertretern des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und den Mitgliedern des ANTI-Resist Konsortiums statt. Beide Akteure haben ein wissenschaftliches Interesse am Arzneimittelmonitoring und zielen auf die Reduzierung von Antibiotikarückständen und Antibiotikaresistenzen in der Umwelt. Vertreter des Landesamtes stellten die Aktivitäten im Bereich Antibiotikarückstände aus der Nutztierhaltung in der Umwelt vor. Durch das landesweite Umweltmessnetz und technisch hochversierte Analyseverfahren der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft verfügt das Landesamt über eine hochwertige Datenbasis zu Arzneimittelrückständen in sächsischen Gewässern und Böden. Methodische Herausforderungen sind in diesem Zusammenhang die Verfolgung der Wasserpfade und die ursächliche Zuordnung gemessener Konzentrationen. Ähnliche Herausforderungen stellen sich auch im Projekt ANTI-Resist, welches jedoch den Fokus auf den Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin legt.

In den Gesprächen zeigten sich vielfältige Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch, beispielsweise hinsichtlich der Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Boden und eines möglichen Wassereintrages. Die Teilnehmer einigten sich darauf den gegenseitigen Austausch in weiteren Treffen zu vertiefen.